Levermann-Experiment Stand 15.09.2019

Grundsätzliches zu Levermann (Wenn dir Levermann schon ein Begriff ist, dann überspring diesen Absatz):

Susan Levermann hat mit ihrem Buch „Der entspannte Weg zum Reichtum“ Kriterien herausgearbeitet, die eine Überperformance am Aktienmarkt einbringen können. Für jedes Kriterium wird eine Punktzahl von -1, 0 oder 1 vergeben. Hier kannst du dir bspw. die einzelnen Kriterien anschauen. Ab einer Punktzahl von 4 erhält eine Aktie ein Kaufsignal, wenn die sie ein Large Cap ist. Sonstige Aktien müssen mindestens 7 Punkte erreichen. Ein Verkaufssignal gibt es ab 2 Punkten oder weniger für Large Caps, oder ab 4 Punkten bei sonstigen Aktien.

Nun zum aktuellen Stand meines Selbstversuches:

Seit dem letzten Levermann-Beitrag musste ich keine Aktie austauschen.

So sieht das Depot zurzeit aus:

Levermann Depot Bild

Es gab die nachfolgenden Zu-/Abflüsse (durch Dividenden/Verkäufe) im gesamten Experiment:

+249,24 EUR Dividenden (bis 27.08.2019)

Weitere Dividenden seitdem gab es nicht.

Aus den gesamten Aktienverkäufen ergab sich:

-591,69 EUR Aktienverkäufe (bis 27.08.2019)

(gekürzt; bzw. zusammengefasst; für eine ausführliche Zusammenstellung siehe ein vergangenes Levermann-Update, seit dem Beitrag kamen noch realisierte Verluste dazu), zu den gesamten Verkäufen und den damit realisierten Beträgen kommt bald eine gesonderte Liste.

342,45 Euro Verlust realisierter Verlust steht damit unterm strich.

Diesen realisierten Verlust rechne ich noch gegen den aktuellen Buchgewinn. Damit ist mein Levermann-Depot zurzeit 841,40 Euro im Plus.

Der Vergleich

So sah das Chart des MSCI World im gleichen Zeitraum aus:

Levermann-vergleich-Bild

(Quelle: Onvista.de)

Im gesamten Experiment habe ich ca. 10,06 Prozent Plus gemacht, Stand jetzt. Das bezieht sich auf die 841,40 Euro.

Der MSCI World hat in derselben Zeit etwa 4,56 Prozent dazugewonnen. Damit bin ich weiterhin vor dem Index.

Mein kleines Levermann-Projekt würde ich trotzdem nicht als Beweis dafür sehen, dass das System funktioniert. Es kann bei einer unglücklichen Auswahl sicherlich auch anders laufen.

Außerdem sind die großen Gewinne noch gar nicht realisiert.

Interessiert dich die Levermann-Strategie? In dieser Facebook-Gruppe tauschen wir uns dazu aus.

Schaut doch auch Mal bei Petra Wolff vorbei: petrawolff.blog. Ihr Original Levermann-Experiment ist auch sehr spannend.

UPDATE 17.09.2019:

Als Vergleich ist ein richtiger ETF besser geeignet als ein einfacher Index. Danke für die Kommentatoren. Ich habe mir jetzt die Mühe gemacht, einen ETF-Kauf vom 02.02.2019 in Portfolio Performance einzugeben. Die Performance des ETF’s liegt seit Kauf inkl. Ausschüttungen bei 9,55 Prozent (LYX0AG).

Ich stehe mit meinem Experiment also derzeit gar nicht so gut da, wie ich gedacht hatte. Liege nur ganz knapp vor dem ETF.

Disclaimer: Dieser Artikel stellt keine Anlageempfehlung dar.

8 Gedanken zu “Levermann-Experiment Stand 15.09.2019”

  1. Hallo Tanja,

    mich interessiert der Levermann-Ansatz eigentlich sehr, darum lese ich deinen blog ganz gerne und auch die über 10% sind sehr gut.

    Du schreibst, dasss du den MSCI World „schlägst“ und untermauerst dies mit Zahlen und Fakten. Nur kann ich leider die Zahlen für den Benchmark nicht nachvollziehen … ?

  2. Hallo Tanja,

    mich interessiert der Levermann-Ansatz eigentlich sehr, darum lese ich deinen blog ganz gerne und auch die über 10% sind sehr gut.

    Du schreibst, dasss du den MSCI World „schlägst“ und untermauerst dies mit Zahlen und Fakten. Nur kann ich leider die Zahlen für den Benchmark nicht nachvollziehen … ?

    Wenn ich dein Experiment richtig nachvollziehe, dann handelt es sich um eine Einmalinvestition auf Basis, gestartet mit Datum 12.02.2018. Der MSCI World Benchmark ist ja auch etabliert, muss als Vergleich mE aber ebenfalls investiert in EURO (als Handelswährung nicht gehedget) inkl. Ausschüttungen herangezogen werden — typischerweise also ein entsprechend liquider ETF.

    Wenn ich nun den iShares Core MSCI World (IE00B4L5Y983) als Vergleich heranziehe und mir die Performane auf justetf mit den Parametern (EURO, 12.2.2018 – 14.9.2019) auswerte, dann wird für diesen Zeitraum eine Performance von +22,08% angegeben (inkl. TER, exkl. Transaktionskosten), die wiederum weit über deinen Benchmark-Angaben und auch über dem Levermann-Experiment liegt. Insofern frage ich mich ob dein „nackter“ MSCI World Vergleich zielführend ist oder ob ich einem Denkfehler aufsitze?

    bG aus dem heute sehr sonnigen Tirol in den Norden, Bernd

    btw, sorry das vorhergehende Kommentar hat sich verselbständigt.

    • Hallo Bernd, ich kann mir den Unterschied nicht ganz erklären zum realen ETF. Der LYX0AG hat in der Zeit etwa 10 Prozent zugelegt, genau kann ich das nicht erkennen im Chart. Der passende Vergleich ist noch eine Baustelle im Experiment

  3. Hallo Tanja, prinzipiell lässt sich das schon erklären:
    * dein angezeigter MSCI WORLD Index ist einheitenlos bzw. ohne jegliche Währung und in Punkten angegeben und der hat tatsächlich „nur“ ca. +4,5% in deinem Zeitram gemacht. US-Investoren erzielen mit einem ETF auch ziemlich exakt diese Performance in USD.
    * wir europäische Investoren hätten aber in dem Zeitraum über die Aufwertung des USD zum EUR zusätzliche wechselkursbedingte Rendite eingefahren, die ja auch in deinen us-amerikanischen Aktien steckt.
    * der korrekte Vergleich ist daher mE auf alle Fälle ein ETF auf den MSCI WORLD in der Fond-Währung USD und in der Handelswährung EUR. Ansonsten wäre der Vergleich auf einen EUR ETF MSCI Europe zielführender (allerdings hast du ja auch US-Aktien im Levermann-Experiment stecken)
    * Sowohl die Lyxor als auch die iShares Variante haben in dieser Kombination (inkl. Ausschüttungen: iShares ist thesaurierend, Lyxor ist ausschüttend) so knapp über +22% erzielt.

    Sorry, aber irgendwie finde ich das Ergebnis gegenüber einem einmaligen buy & hold Kauf auf einen dieser ETFs zumindest ernüchternd, allerdings ist der Zeitraum von rund 1 1/2 Jahren sehr knapp bemessen.

    Weiterhin viel Erfolg bei den Investments,
    Bernd

    btw, ich vermute mal dass deine us-amerikanischen Aktien für einen US-Investor auch eine schlechtere Performance als für dich geliefert haben — Kursverlauf in USD statt in EUR … ?!

    • Hallo Bernd,

      Ich habe am 2.2.2018 eine Position LYX0AG aufgebaut. Die ist jetzt etwa 13 Prozent im Plus. Die 22 Prozent kann ich wiederum nicht nachvollziehen.

  4. Hallo Tanja,

    ich habe hier mal zwei Anmerkungen:

    1. Du schreibst, Du bist 841,40 EUR im Plus. Das entspricht 10,06%. Das bedeutet, die Ausgangssumme ist 8.363,82 EUR. (10,06% von eben dieser Summe sind genau Deine 841,40 EUR). Das kommt mir ein wenig seltsam vor. Hast Du wirklich solch eine krumme Summe als Anfangskapital angesetzt? Möglich iet es ja, vielleicht die ersten Investitionen zusammengerechnet o.ä., oder hat sich da irgendwo ein Fehlerteufelchen eingeschlichen?

    2. Dein Vergleich mit dem MSCI World Kursindex ist unfair, weil Ausschüttungen nicht berücksichtigt werden. Genauso falsch wäre es, mit der Kursperformance vom ETF mit der WKN LYX0AG zu vergleichen, denn der ist ausschüttend. Du müsstest dann noch die Ausschüttungen dazurechnen. Ein Vergleich mit einem thesaurierenden ETF oder einem Portfolio bestehend aus Thesaurierern wäre fair.

    Viele Grüße
    Petra

    • Hallo Petra,

      danke für deinen Kommentar. Die Ausgangssumme war wirklich eine krumme Zahl.

      2. Da habt ihr wahrscheinlich recht. Ich werde demnächst voraussichtlich mit dem LYX0AG vergleichen und auch die dortigen Auszahlungen berücksichtigen.

      Denn einen ETF zu nehmen ohne reale Werte führt auch nicht zu besseren Ergebnissen. Da gibt es Transaktionskosten, die nicht in der TER berücksichtigt sind etc. Transaktionskosten und auch Steuern berücksichtige ich hier im Experiment aber. Heißt, alles sind effektive Zahlen.

      Viele Grüße und danke nochmal

      Tanja

  5. Ich habe ganz am Ende des Artikels nochmals den Vergleich geändert. Bzw. ergänzt.

    Danke an Bernd und Petra!

    P.S. Zum Nachvollziehen der ETF-Performance: Ich habe 3 Stücke LYX0AG gekauft zu je 172,10 Euro und auch die Ausschüttungen berücksichtigt.

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