Gastbeitrag vom Zinszüchter: Kurzanleitung zum Vermögensaufbau

Heute habe ich einen Gastartikel für euch. Der Zinszüchter hat eine Kurzanleitung für den Vermögensaufbau geschrieben.

Lasst euch vom Zinszüchter erklären, wie Ihr euer Geld anlegen könnt, wenn ihr bisher den Schritt zur Geldanlage noch nicht gewagt habt:

Bernd Odens:

Vorab der Disclaimer: Als Privatperson schreibe ich lediglich über meine Erfahrungen und fordere niemanden zu irgendeiner Art der Investition auf oder gebe Empfehlungen. Ich bin kein Anlageberater. Jeder ist für sein Tun und Handeln selbst verantwortlich. Ich hafte (trotz intensiver Recherche) weder für die Richtigkeit meiner Artikel, noch für Eure Investitionen. Auch für Inhalte externer Links übernehme ich keine Haftung.

Kurzanleitung zum Vermögensaufbau

Leider setzen sich viel zu wenig Leute mit dem Vermögensaufbau auseinander. Offensichtlich ist man der Meinung, dass es reicht, eine Rentenversicherung bei einer Bank abzuschließen.

Ich behaupte mal, dass viele damit nur ein ruhiges Gewissen kaufen möchten – frei nach dem Motto: Ich habe ja etwas für die Altersvorsorge getan.

Es ist ja auch bequem, eben zu Bank zu gehen, sich um nichts weiter kümmern zu müssen und sich entspannt zurückzulehnen. Außerdem sind Finanzen doch langweilig und nur für Profis, glauben viele.

Aber es gibt auch bequeme Wege, sich selbst um seine Finanzen zu kümmern:

Natürlich rede ich jetzt nicht davon, dass sich jeder sofort irgendwelche Aktien kaufen soll, obwohl er vom Aktienhandel keine Ahnung hat, aber es gibt Fonds, die man nicht teuer bei der Hausbank kaufen muss, sondern die man selber aussuchen und besparen kann.

Warum man nicht unbedingt bei seiner Hausbank einen Fonds kaufen sollte, argumentiere ich mit den Kosten. Selbstverständlich müssen die Bank, deren Berater, die Fondsmanager und was weiß ich noch wer alles auch leben. Also zahlt man Gebühren für einen aktiv gemanagten Fonds.

Blöd nur, wenn der Fonds 5% Gewinn macht, aber die Gebühren von 5% den kompletten Gewinn auffressen – noch blöder, wenn der Gewinn unterhalb der Gebühren liegt. Selbst bei einem etwas höherem Gewinn werden die Gebühren immer zu Buche schlagen.

Als Alternative zu aktiv gemanagten Fonds gibt es sogenannte ETFs (Exchange Traded Fund), welche sich kostengünstig bei vielen Direktbanken handeln lassen.

ETFs arbeiten passiv, das heißt, es sind keine Fondsmanager im Hintergrund, welche bei aktiven Fonds laufend dem Markt beobachten und je nach Lage kaufen und verkaufen.

Ein ETF bildet eine Index ab, zum Beispiel den DAX. Kauft man sich einen DAX-ETF, ist man in alle 30 Werte investiert, welche sich im Dax befinden.

Um sein Risiko breit zu streuen, empfiehlt es sich aber, nicht nur in ein Land oder in eine Branche zu investieren. Also gibt es auch einen Welt-ETF, den MSCI World. Dieser umfasst mehr als 1600 Unternehmen in 23 Industrieländern.

Mehr über ETFs könnt ihr gerne in diesem Artikel lesen.

Lass nicht eine Bank mit deinem Geld arbeiten, sondern lass dein Geld wie eine Bank arbeiten.

Um dies zu tun, müsste man ja sein Geld nicht nur an der Börse arbeiten lassen (was wir ja bereits gerade mit ETFs gelernt haben), sondern auch anderen Menschen Geld leihen.

„Waaas, ich leih doch keinem Geld, und erst recht keinem Fremden“ denkt ihr bestimmt.

Das kann ich gut verstehen, aber was wäre, wenn ihr die Möglichkeit hättet, in ein Pool von bereits vergebenen, auf Bonität geprüften Krediten investieren zu können? Und wenn es dann noch Plattformen gibt, die eine Kreditrückzahlung garantieren? Und wenn ihr auch noch von über 10% Zinsen dafür bekommt? Und auch noch (bei einigen Plattformen) jederzeit euer Geld wieder bekommen könnt?

Das kann nicht sein? Das kann wohl sein. Möglich machen das sogenannte P2P-Plattformen.

P2P bedeutet von Person zu Person. Nicht in allen Ländern gibt es eine Bankendichte, wie wir sie kennen. Auch das Zinsniveau ist in vielen Ländern deutlich höher als bei uns. Außerdem sind in vielen Ländern Kurzzeitkredite möglich, zum Beispiel nur ein Monat, was hier zu Lande nicht der Normalität entspricht. Diese Umstände ermöglichen hohe Zinssätze.

Viele Plattformen haben sich darauf spezialisiert, entweder selber Kredite zu vergeben, oder mit Kreditanbahnen zusammen zu arbeiten, welche Kredite vergeben.

Wir als Anleger können über diese Plattformen diese bereits vergebene Kredite anteilig abkaufen. Gibt es einen Kredit über sagen wir mal 1000 Euro, können wir 10 Euro von den 1000 Euro mitfinanzieren.

Wie das ganze genau funktioniert und warum es trotz Rückkaufgarantie nicht risikolos ist, lest ihr in diesem Artikel.

Jetzt, wo wir gelernt haben, wie man sein Erspartes für sich arbeiten lässt, müssen wir noch wissen, wie man ohne großen Verzicht mehr Geld sparen kann.

Auf jeden Fall lohnt es sich, gelegentlich eine Versicherungen und sonstige laufende Verträge (Strom, Gas usw.) zu überprüfen.

Brauche ich wirklich alle Versicherungen? Lohnt sich vielleicht ein Wechsel zu einem anderen Anbieter? Muss ich unbedingt so einen teuren Handyvertrag haben, oder reicht nicht auch eine Prepaid-Karte?

Auf dieser Seite könnt ihr sehr viele Tarife vergleichen und sparen.

Außerdem könnt ihr hier noch ein paar weitere Spartipps lesen.

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß und Erfolg bei der Geldanlage.

Euer Zinszüchter

Bernd Odens

www.zinszüchter.de

Nachwort (Finanzmixerin):

Es gibt nicht nur den Aktienmarkt (in den man mittels ETF’s investieren kann) und den P2P-Markt. Daneben gibt es noch andere Anlageklassen für den Vermögensaufbau/-erhalt wie zum Beispiel Immobilien oder Edelmetalle. Diese Anleitung für den Vermögensaufbau soll dich motivieren, dich mit der Geldanlage allgemein zu beschäftigen und hat exemplarisch diese beiden Anlageklassen beleuchtet.

2 Gedanken zu “Gastbeitrag vom Zinszüchter: Kurzanleitung zum Vermögensaufbau”

  1. Hallo zusammen.

    Ja gerade jetzt lohnt sich der Blick nach den Versicherungen. Im November ist wie immer Stichtag zur Kündigung der kfz Versicherung. Wer hier Angebote einholt und diese seiner Versicherung vorlegen kann bekommt auch meist das gleiche Angebot ohne wechseln zu müssen.

  2. Ja, wobei ich weder Versicherungen noch Strom wechsel. Ich bin zufrieden und für mich passt es wie es ist. Andere Abos hinterfrage ich dann schon.

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