Unser Hauskauf

Ist die Finanzmixerin bekloppt geworden?

Ein Haus?

Zur Selbstnutzung?

Der Kommer sagt’s doch in seinem Buch „Kaufen oder Mieten“, dass kaufen oft teurer ist.

Nun aber direkt mal zu den Eckdaten:

  • In einer Stadt am Niederrhein
  • 350.000 Euro
  • 124 qm Wohnfläche
  • Über 400 qm Grundstück

Was diese Berechnungen unterschlagen, oder auch nicht?: Dass Hausbesitzer im Durchschnitt reicher sind, auch unabhängig vom Haus als Wertgegenstand.

Hausbesitzer schränken sich oft bei Urlauben etc. mehr ein, damit sie ein üppiges Polster haben oder sondertilgen können. So sparen sie sich reicher.

Und Mieter sterben oft relativ arm.

Man weiß nicht, ob nur sparsame Leute auch Immobilienbesitzer werden oder ob Immobilienbesitz zu sparsamkeit führt.

Aber es ist Fakt.

Immobilienbesitzter sind reicher.

Natürlich im Durchschnitt.

Nun zu uns:

Inkl. Kaufnebenkosten ergibt sich ein Kaptialbedarf von ca. 440.000 Euro, den wir teils aus Eigenmitteln decken.

Einen kleinen Teil meines Vermögens gebe ich als Eigenkapital rein, mein Mann einen etwas größeren Teil.

Die Eigentumsverhältnisse lassen wir ins Grundbuch eintragen.

Wir nehmen auch noch einen Kredit auf.

Die Rate wird mit unter 1.000 Euro moderat ausfallen, die Sondertilgung geht bis zu 12.000 Euro im Jahr.

Folgende Gründe spielen mit rein (warum wir den Hauskauf wagen):

Am Freitag ist der Notartermin.

Und jetzt bist du dran: Hast du vor dem Notartermin noch Tipps für uns?

9 Gedanken zu „Unser Hauskauf“

  1. Und bei sparsamen Hausbesitzern in Großstädten lacht sich der Staat bei der Erbschaftssteuer ins Fäustchen, weil der ganze Reichtum und die ganze Sparsamkeit nichts nutzt, das letzte Hemd keine Taschen hat und Erben leistungsloses Einkommen ist (als ob die Erben als Kinder nicht beim Sparen mitgemacht hätten oder gar beim Renovieren geholfen haben).

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  2. Als Lifestyle-Entscheidung ist das doch vollkommen okay und du brauchst dich vor niemandem rechtzufertigen – erst recht nicht anonymen Leuten im Netz. Es konsumiere jeder, was er für richtig hält, und wenn es denjenigen glücklicher macht – umso besser.

    Euch alles Gute zu diesem Schritt!

    Dir bekannt, hier relevant:
    Korrelation ≠ Kausalität.

    Kommer hat zu dem Hauseigentümer-Vermögen-Zusammenhang einen umfangreichen Artikel veröffentlicht:

    https://gerd-kommer.de/blog/mythen-eigenheimbesitz/

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    • Dankeschön 🙂

      Ich denke auch, dass jeder das selbst entscheiden sollte, unabhängig von anderen Meinungen.

      Der Beitrag vom Kommer ist sehr interessant. Habe ihn bereits zur Hälfte gelesen.

      Schöne Grüße

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      • Der Artikel von Kommer ist tatsächlich sehr interessant und vermutlich ist es tatsächlich so. Jeder sollte das vor dem Immobilienkauf lesen, auch seine Bücher. Allerdings finde ich den Abschnitt über die zukünftigen Immobilienpreise schwach. Es gibt wesentlich mehr Variable als Demografie, KI und Klimawandel, die die Immobilienpreise beeinflussen, beispielsweise das Zinsniveau, wirtschaftliche Entwicklung, Bautätigkeit und Baukosten, Urbanisierung, Anteil Singlehaushalte, Zuzug von Außen etc. Das sollte er eigenlich wissen, und meiner Meinung nach wird er hier so unterkomplex, wie er es teilweise anderen vorwirft. Wie so oft vernachlässigt Kommer meiner Meinung nach auch einen ganz wichtigen Punkt: du kaufst ja nicht die durchschnittliche Immobilie in D, sondern ein ganz bestimmtes Haus. Du hast einen Einfluss darauf, was du kaufst. Also braucht dich auch nicht zu interessieren, wie sich die durchschnittlich Immobilie entwickelt, es geht nur um diese einzige. Wenn die Parameter stimmen, mach es. Wir sind jedenfalls sehr zufrieden und es ist ein gutes Gefühl, nicht mehr von einem Vermieter abhängig zu sein. Mieten kann auch ganz beschissen sein, es gibt praktisch keine Möglichkeit, sich gegen eine Eigenbedarfskündigung zu schützen, wenn der Vermieter Kinder in jungem Erwachsenenalter hat.

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        • Hallo AJ,

          du hast recht. Es gibt viele Faktoren, die reinspielen und einer davon ist auch der Platzbedarf, der pro Person steigt.

          Wir haben vor einigen Jahrzehnten noch auf wesentlich weniger Platz gewohnt.

          Und vermutlich setzt sich die Entwicklung weiter fort.

          Unsere jetzige Eigentumswohnung werde ich vermieten.

          Dann habe ich 2 vermietete Eigentumswohnungen.

          Danke für deinen Kommentar.

          Liebe Grüße

          Tanja

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  3. Mein Tipp – lass dich von niemandem verrückt machen und hör weg, wenn es dir jemand madig machen möchte! Lustig fand ich, wie der Notar den Vertrag vorgelesen hat. Im Highspeed-Tempo, da hatte er Routine. Besser, man versucht gar nicht erst, das zu verstehen und liest einfach selbst.
    „Große“ Urlaube gehen irgendwann auch wieder, wenn man regelmäßig mit kleinen Beträgen ein Urlaubskonto füttert. Aber das muss ich dir nicht erzählen 😉.
    Liebe Grüße!

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    • Hallo Queen,

      danke dir.

      Unser Notar hat eher normal gelesen und war richtig nett.

      Er gab uns noch als persönlichen Tipp, ein Testament aufzusetzen und uns darin gegenseitig zu bedenken und den Sohn rauszunehmen aus dem Testament, wegen der Immobilie.

      Wir haben ja wie gesagt die Rate nicht zu hoch angesetzt. Wir haben auch jeweils noch Geld in der Hinterhand behalten.

      Liebe Grüße

      Tanja

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