4 überraschende Dinge, die ich über Immobilien nicht wusste und die du hoffentlich weißt

Immobilien: Vor dem Start mit Immobilien solltest du bestimmte Dinge wissen. Damit du nicht die gleichen Fehler machst wie ich, kannst du von den Dingen lesen, die ich vor dem Investieren nicht gewusst habe….

…dass sie guten Schlaf kosten können zu Beginn und dass das „Sich verschulden“ nicht so trivial für den Kopf ist

Ich hatte gedacht, dass ich selbst keine Glaubenssätze über Schulden im Kopf habe und dass ich „gute Schulden“ als solche sehen könnte. Dass ich mir einfach nicht weiter einen Kopf darüber machen würde.

Scheinbar hatte ich aber doch versteckte Annahmen über Schulden im Kopf sodass ich in der Nacht vor der Unterzeichnung des Notarvertrags und des Kreditvertrags extrem schlecht geschlafen habe.

Auch die Nächte davor waren beim Schlafengehen von Gedanken über die Immobilie geprägt. Wird die Mieterin auch pünktlich die Miete bezahlen? Wird die Immobilie wirklich den Wert haben oder kaufe ich zu teuer? Was ist, wenn das Haus abbrennt? Man macht sich lauter nicht zielführende Gedanken und grübelt über die unwahrscheinlichsten Dinge nach. Generell ließ mich das Wissen über den großen Kredit nächtelang schlechter schlafen.

…dass es gute Vorbereitung braucht und man am besten Bücher darüber liest, bevor man investiert

Ich las das Buch von Alex Fischer (Reicher als die Geissens), das mich aber nicht originär auf das Thema brachte. Ich hatte mir schon vor dem Lesen dieses Buches mehrere Immobilien ernsthaft angeschaut und auch Gebote abgegeben. Fast gänzlich unwissend machte ich dies zu Beginn. Zum Glück kam ich das ein oder andere Mal nicht zum Zug.

Als ich meine erste Immobilie kauft, hatte ich dann zumindest eine Vorstellung von meiner Mindestrendite (die ich mir auf dem Blog vom Bodenseepeter anlas).

Ein Bisschen mehr Grundlagenwissen hätte mir sicher nicht geschadet, bevor ich mich an so eine große Entscheidung „Kauf einer Immobilie“ heranwage.

Es ist aber, trotz meiner schlechten Vorbereitung zum Glück alles gutgegangen.

Ich habe, toi toi toi, bisher wenige sehr teure Fehler gemacht.

…dass Immobilien kein rein passives Investment sind

Ich dachte früher, dass Immobilien ein passives Investment sind. Falsch gedacht. Immobilien erfordern ein Management. Sie sind eher als eine Art Business zu betrachten, das man auch steuert. Siehe auch: Finanzmixerin 7 Fakten zum Immobilienbusiness/

Man kann natürlich durch den Einsatz von Experten die eigene Zeit auf ein Minimum begrenzen. Jedoch hängt dein Erfolg letztlich an dir und auch bspw. an der Steuerung dieser Experten.

…dass man sich die Immobilien genau ansehen sollte

Selbstverständlich denkst du? Ich habe im Grunde darauf vertraut, dass mir der Verkäufer keinen Mist verkauft und mir nichts verschweigt. Ja Pustekuchen. Schon nach wenigen Monaten rief mich mein Mieter (aus der zweiten Immobilie) an und berichtete, dass die Heizwerttherme laut Schornsteinfeger ausgetauscht werden müsse. Okay. Schluck.

Hätte ich mir die Immobilie im Vorfeld genau angeschaut, dann hätte ich auf dem Schild der Heizung entdeckt, dass diese extrem alt ist und hätte nachgefragt, ob man diese bald ersetzen müsste. Habe ich aber nicht. Husch husch bin ich quasi durch die Räume gegangen. Ich habe zwar gesehen und auch größtenteils abschätzen können, was in den nächsten Jahren/Jahrzehnten gemacht werden muss. Jedoch hatte ich dieses Kostspielige Detail übersehen.

Pech gehabt. Selbst schuld kann man da nur sagen. Draus lernen und weiter machen ist jetzt die Devise.

Beim vermietertagebuch.com kannst du dir auch ein Bild davon machen, dass Immobilien, realistisch betrachtet nicht immer rosig sind.

Wie siehst du das Thema Immobilien? Wusstest du die Dinge, die ich vorher nicht so auf dem Schirm hatte?

2 Gedanken zu “4 überraschende Dinge, die ich über Immobilien nicht wusste und die du hoffentlich weißt”

  1. Hallo Tanja,

    Danke für diesen Beitrag! Dass man als Vermieter eher aktiv als passiv investiert habe ich nach einigen Gesprächen mit Vermietern erfahren – und was alles passieren kann. Als weiterer Punkt ist auch der finanzielle „Klumpen“ den man mit einer Wohnung / Haus hat und die nicht unwesentlichen Nebenkosten beim Kauf. Diesen Kosten betragen in AT ca. 10% des Kaufwertes für Steuer, Makler, Grundbuch etc. Ich habe nach reichlicher Überlegungen und einer +/- Checkliste festgestellt dass mich vermieten eher belasten als freuen würde.
    Viele Grüße
    Bergfahrten

    • Hallo Bergfahrten,

      Wenn die Vermietung dich belasten würde, dann ist es doch völlig in Ordnung, wenn du darin nicht investierst und vermutlich auch die beste Entscheidung. 10% Kaufnebenkosten haben wir in D auch.

      Ich werde glaube ich auch nie der reine Immobilieninvestor.

      Viele Grüße
      Tanja

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