Alternative Investments – Genossenschaften, Kryptowährungen und LEGO

Ursprünglich gab es an anderer Stelle im Blog die Verlinkung zum Gastbetrag auf „finanzen-mit-plan.com“. Leider scheint es den Blog Stand heute (29.05.2021) nicht mehr zu geben.

Daher habe ich mir für dich die Mühe gemacht, den Beitrag herauszukramen und für euch zu überarbeiten.

Meine Investments reichen von Immobilien, Gold, Aktien, Kryptowährungen über ETF`s bis hinzu Genossenschaftsanteilen und CFD`s.

Mein Portfolio alternativer Investments umfasst folgende Anlageklassen:

  • Genossenschaften: Wohnungsgenossenschaften und eine Energiegenossenschaft
  • Kryptowährungen: Bitcoin, Litecoin, Ethereum und Bitcoin Cash
  • CFD’s (waren in der Vergangenheit ein kleiner Teil meiner alternativen Investments
  • LEGO – Investment in Spielzeug

Genossenschaftsanteile

Eine Investition in Wohnungsbaugenossenschaften hat mehrere Vorteile:

  • Potentiell günstiger Wohnraum: Besonders in gefragten Großstädten. Genossenschaftlich wohnt man meiner Einschätzung nach in Großstädten bis zu 25% günstiger.
  • Man bekommt in der Regel eine Dividende: In meiner Großstadt sind 4% fixe Dividende üblich. Die Dividende wird jedoch jedes Jahr neu beschlossen und könnte bspw. bei Schieflagen in der Genossenschaft entsprechend ausfallen.
  • Man hat das Geld fest angelegt und wird nicht in Versuchung geführt, dieses Geld anders zu verwenden. In der Regel dauert es mindestens ein volles Jahr, bis die Anteil nach der Kündigung aufgelöst werden.
  • Viele Wohnungsbaugenossenschaften schließen eine sogenannte Nachschusspflicht aus, bei der somit nur ein Verlust des eingebrachten Kapitals möglich ist.
  • Die Identifikation mit Genossenschaften kann größer sein als bei einer Unternehmensbeteilung in Form einer Aktie, da du als Mitglied aktiv mit deinen Rechten der Mitbestimmung und Mitwirkung auf die Genossenschaft Einfluss nehmen kannst.

Wo Vorteile sind, da gibt es in der Regel auch Nachteile:

  • Dein Geld ist für einen festen Zeitraum gebunden.
  • Man bekommt in der Regel „nur“ eine vierprozentige Dividende.
  • Für Eigennutzer weniger interessant.
  • Du wirst den Markt mit einer Investition in Genossenschaftanteile nicht schlagen können.

Die Energiegenossenschaft besitze ich zur Diversifikation. Bei dieser ist 2015 erstmalig eine Dividende geflossen. Dies setzte sich in den Jahren 2016 und 2017 fort. Für 2017 wurden 2,50% Dividende beschlossen. Bei meiner Energiegenossenschaft ist die Nachschusspflicht nicht ausgeschlossen, d.h. dass man im Falle der Pleite seinen Einsatz verliert und gemäß den Anteilen sogar etwas nachschießen muss.

Fazit

Wohnungsbaugenossenschaften in der eigenen Großstadt ergeben für Mieter einen großen Sinn, da man dadurch günstiger wohnen kann und die Anteile noch mit einer ordentlichen Dividende versehen sind.

Die Genossenschaften sehe ich als relativ konservative Anlage an. Im Folgenden widme ich mich etwas spekulativeren Anlagen.

Kryptowährungen

Kryptowährungen bilden bei mir einen weiteren Teil der Rubrik „Alternative Investments“.

Ich habe einen mittleren bis hohen vierstelligen Eurobetrag in Kryptowährungen investiert. Die Standardwährung Bitcoin ist natürlich mit dabei. Daneben habe ich Litecoin, Ethereum und Bitcoin Cash gekauft. Insgesamt bin ich aktuell mit ca 275% im Plus (dieser Betrag schwankte in der Vergangenheit zwischen -60% und +440%).

Folgende Vorteile sehe ich bei Kryptowährungen:

  • Unabhängigkeit vom FIAT-Geld („normale Währungen“)
  • Wir erleben aktuell einen starken Aufschwung bei den Kryptos
  • Wahrscheinlich geringe Korrelation mit den Aktienmärkten
  • Kryptowährungen sind etwas „neues“ – wir stehen am Anfang einer möglichen Technologierevulotion durch die Blockchain-Technologie und können von dieser direkt am Anfang profitieren

Es gibt meines Erachtens folgende Nachteile:

  • Mögliche Blasenbildung und ein daraus folgender starker Abwärtstrend
  • Wenig historische Vergleichsmöglichkeiten
  • Das Vertrauen in Kryptowähurungen ist nicht sehr groß, da der Wert stark schwankt => aus diesem Grund werden Kryptowährungen aktuell wenig für alltägliche Zahlungen genutzt

Fazit

Kryptowährungen sind möglicherweise etwas spekulativ und man sollte das Geld dafür wirklich „übrig“ haben. Die starken Schwankungen sollte man aushalten können.

Contract for Difference (CFD’s)

CFD’s mit der BUX-App (Broker Ayondo Markets) bildeten in der Vergangenheit meine dritte Anlageklasse in der Kategorie „Alternativer Investments“. Contracts for Difference (CFD’s) oder Differenzkontrakte sind kurz gesagt Hebelinstrumente auf Basiswerte. Bspw. kann ich so doppelt oder x-fach von der Entwicklung einer Aktie (wie z.B. Apple) profitieren. Bei der App sind die CFD’s so gestaltet, dass man nur seinen gesamten Einsatz verlieren kann. Ein kleiner Teil des Einsatzes wird abgeschirmt und steht nicht zum Handeln zur Verfügung.

Ich habe in der Vergangenheit zu einem x2-Hebel den Bitcoin über die App gehandelt und damit satte Gewinne eingefahren. Ich bin mehrfach beim Bitcoin aus- und wiedereingestiegen, wobei ich aufwärts einen x2-Hebel verwendet habe. Daneben hatte ich die Werte Alibaba, Google und Facebook und habe auch hier Gewinne erzielt. Insgesamt habe die Spekulation mit den CFD’s jedoch reduziert. Ich ließ nur noch die Gewinne in der App, die sich nominal, nach Gebühren und Steuern, auf etwa 340 Euro beliefen. Ich habe wieder die drei Werte Alibaba, Google und Facebook gekauft. Die Spekulationsgewinne schmolzen irgendwie nach und nach dahin und am Ende war’s wie gewonnen so zerronnen. Pech. Und: Eine Erfahrung reicher.

Vorteile der CFD’s

  • Mit der BUX-App kann man höchstens den Einsatz verlieren
  • Man profitiert gehebelt
  • Man kann auch in die negative Richtung handeln

Nachteile

  • Die Verluste werden auch gehebelt, d.h. wenn es abwärts geht, dann gleich richtig
  • Es ist und bleibt Spekulation
  • Man kann seinen gesamten Einsatz verlieren
  • Die Gebühren sind relativ hoch

Fazit

CFD’s sind meiner Meinung nach nur für Zocker und nicht als Investition geeignet.

Man kann (wenn man ohne Stopps und Absicherung handelt) schnell den kompletten Einsatz wieder verlieren.

LEGO als Investition

LEGO ist wohl das ungewöhnlichste Investment in dieser Serie. Man kauft sich günstig LEGO Sets, lässt diese verschlossen, lagert sie gut ein und verkauft nach einiger Zeit mit hohem Gewinn. Dass das gut klappen kann, zeigt mein neuestes LEGO Update (bislang über 100 Prozent Gewinn).

Vorteile von LEGO als Investment

  • Vermutlich sehr geringe Korrelation zu vielen anderen Anlageklassen
  • Sachwertinvestition
  • Wenn man günstig einkauft, ist es relativ unwahrscheinlich einen Verlust zu erleiden (nach längerer Haltedauer)

Nachteile von LEGO als Investment

  • Platzbedarf (Lagerung)
  • Lagerrisiken
  • Keine „passive“ Geldanlage (Sets kaufen, lagern, einstellen, versenden)

Fazit zu LEGO als Investment

LEGO ist oftmals nur eine kleine Beimischung.

Viele Menschen haben keinen großen Keller, der trocken genug ist für die Lagerung von LEGO. Daher ist der Platz in der Wohnung limitiert. Die wenigsten werden extra ein Lager mieten um LEGO zu lagern. Wenn LEGO deine Passion ist, dann ist das natürlich eine Option.

Fazit

Genossenschaften können eine grundsolide, kleine Beimischung im Gesamtportfolio sein.

Das Thema Kryptowährungen und Blockchain wird uns denke ich in Zukunft noch weiter begleiten.

CFD’s habe ich zumindest für mich ad acta gelegt.

LEGO als Investment macht Spaß und korreliert wohl nicht stark mit den typischen Anlageklassen.

Alternative Investments können durchaus Sinn machen. Man sollte nur immer auf die persönlichen Präferenzen achten und nicht zu viel reinpacken.

Disclaimer: Dies ist keine Anlageempfehlung.

2 Gedanken zu „Alternative Investments – Genossenschaften, Kryptowährungen und LEGO“

  1. Ein interessanter Artikel.
    Leider stimmt er nicht so ganz. Viele Wohnbaugenossenschaften erlauben es nicht mehr, Geld weiter bei ihnen einzuzahlen. Dies gilt besonders für Nichtmieter, aber auch für Mieter.
    Die Zinsen sind mittlerweile so gering, dass viele diese Möglichkeit genutzt und Anteile gekauft haben.
    Bis vor zwei Jahren wohnten wir selbst bei einer Genossenschaft.
    Mein Mann durfte vor ca. 5 Jahren, mit einer Sondererlaubnis, weitere Anteile kaufen.
    Ich selbst nicht mehr.
    Nichtmieter dürfen schon sehr lange nichts mehr einzahlen, dies gilt für alle Genossenschaften in unserem Wohnort.

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    • Vielen lieben Dank für deinen Kommentar, Frugallydiva,

      ich habe in meiner Gegend andere Erfahrungen gemacht 😉

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