Levermann-Experiment Stand 05.11.2019 – Nichtmals die Hälfte der Indexrendite

Grundsätzliches zu Levermann (Wenn dir Levermann schon ein Begriff ist, dann überspring diesen Absatz):

Susan Levermann hat mit ihrem Buch “Der entspannte Weg zum Reichtum” Kriterien herausgearbeitet, die eine Überperformance am Aktienmarkt einbringen können. Für jedes Kriterium wird eine Punktzahl von -1, 0 oder 1 vergeben. Hier kannst du dir bspw. die einzelnen Kriterien anschauen. Ab einer Punktzahl von 4 erhält eine Aktie ein Kaufsignal, wenn die sie ein Large Cap ist. Sonstige Aktien müssen mindestens 7 Punkte erreichen. Ein Verkaufssignal gibt es ab 2 Punkten oder weniger für Large Caps, oder ab 4 Punkten bei sonstigen Aktien.

Hier kommen die Neuigkeiten aus dem Levermann-Projekt:

Seit dem letzten Artikel habe ich 2 Aktien ausgetauscht.Infosys und Tegna mussten gehen.

Neu dabei sind Celgene und Kemet Corp.

So sieht das Depot derzeit aus:

Levermann_Projekt_Depot_Bild

Es gab die nachfolgenden Zu-/Abflüsse (durch Dividenden/Verkäufe) im gesamten Experiment:

+264,42 EUR Dividenden (bis 06.11.2019)

Seitdem gab es folgende Dividenden

+11,73 EUR Dividende Infosys

Damit belaufen sich die Gesamten Dividenden auf 276,15 Euro.

Bei den Aktienverkäufen kommt folgendes dazu:

-38,55 EUR Verkauf Infosys ADR

-24,62 EUR Verkauf Tegna

Die Aktienverkäufe summieren sich damit auf:

-654,86 EUR Aktienverkäufe (bis 06.11.2019)

(gekürzt; bzw. zusammengefasst; für eine ausführliche Zusammenstellung siehe ein vergangenes Levermann-Update.

378,71 Euro Verlust realisierter Verlust steht damit unterm strich.

Zu dem Verlust addiere ich den derzeitigen Buchgewinn. So komme ich auf derzeit 453,89 Euro Plus. Seit Februar 2018 habe ich damit bis heute ein Plus von 5,43 Prozent. Klingt irgendwie nicht überragend. Daher kommt nun:

Der Vergleich

Als Vergleich dient ein ETF-Kauf (LYX0AG) vom 02.02.2019. Der ETF liegt im selben Zeitraum +13,22 Prozent im Plus.

Damit liege ich weit hinter dem Index. Nichtmals die Hälfte der Indexrendite schaffe ich.

Ich habe zu Beginn meines Levermann-Experiments einige Fehler gemacht. Siehe hier: Der Faktor Mensch beim Levermann-Experiment. Ich glaube auch, dass mein Experiment viel zu klein ist, um irgendetwas zu beweisen.

Es ist und bleibt eben ein kleines Experiment, ein Selbstversuch. Mehr Geld möchte ich nicht hineinstecken. Nur bei einer richtig großen Datenbasis ließen sich statistische Aussagen treffen.

Nicht nur durch die Fehler liege ich hinter dem Index. Meine Levermann-Käufe haben sich einfach schlechter entwickelt als der Index. Vor Allem mit Verkäufen habe ich Miese gemacht.

Das ist auch eine Erkenntnis: Die schönen Buchgewinne sind natürlich nicht realisiert, die Verluste aus dem summierten Verkäufen allerdings schon.

Bleibt abzuwarten ob das noch irgendwann dreht? Was meint Ihr?

Interessiert an Levermann?

In dieser Facebook-Gruppe tauschen wir uns dazu aus.

Ich verlinke auch gerne wieder zu Petra Wolff. Ihr Levermann-Experiment ist sehr spannend: petrawolff.blog. Bei ihr lese ich sehr gerne.

Disclaimer: Dieser Artikel stellt keine Anlageempfehlung dar.

5 Gedanken zu „Levermann-Experiment Stand 05.11.2019 – Nichtmals die Hälfte der Indexrendite“

  1. Hi,

    dein Durchhaltevermögen in allen Ehren. Man darf meiner Meinung nach auch irgendwann ein Fazit ziehen, die Konsequenzen ziehen und akzeptieren, dass man etwas gelernt hat. Sprich die Einzelpositionen verkaufen und in den ETF stecken. 🙂

    Grüße und weiterhin gutes gelingen,
    Thomas

    Antworten
  2. Also, entspannt reich wird man so nicht. Entweder hat man Aktien, die man kauft und liegen lassen kann – weil sie langfristig immer steigen – dann kann man sie entspannt vergessen. Oder man muss traden – und kaufen, wenn die Kurse fallen – wenn man an seine Aktien glaubt. Dann ist es aber nicht mehr entspannt – sondern ständig Arbeit. ETFs wären dann wohl tatsächlich die entspanntere Lösung.

    Antworten
  3. Danke für das Teilhaben lassen an deinem Experiment. Schön auch, dass man ein zweites Depot neben dem von Petra beobachten kann.

    Ich habe die Strategie seit einiger Zeit (ungefähr deckunsgleich mit deiner Laufzeit) versucht und muss für mich den Schluss ziehen, dass man zwar immer wieder Buchgewinne erreicht, diese zur Generierung des Verkaufszeitpunktes oft aber wieder eingebüßt hat. Momentan überlege ich Levermann nur noch für den Einkauf zu nutzen, da die Strategie oft gute Kandidaten auswirft, die ich sonst nie in Erwägung gezogen hätte bzw. gar nicht kannte.

    Allerdings werde ich ab dem kommenden Kauf testweise die gekauften Aktien mit einer Trailing Stop-Loss Order unterlegen. Somit erhoffe ich mir, Verluste klar vermeiden zu können (bzw. nur bis zu einem gewissen Punkt hinzunehmen (siehe z.B. deine Position von Viacom) und Gewinne auch mal realisieren zu können). Somit entfällt weiterhin ständig das eigene Depot prüfen zu müssen und ich kann mich auf einen regelmäßigen Einkauf konzentrieren.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar